Wandel: Der Moment vor der Erneuerung
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Manche Ideen tragen wir lange im Kopf, bis sie Form annhemen.
Bei 'Wandel' war es die klare Vorstellung eines Augapfels, der von Schlangenhaut überzogen ist. Diese Skulptur ist ein Fragment, klein, handgroß, fast wie ein archäologisches Fundstück, das gerade erst aus dem Sand geborgen wurde.
Bei 'Wandel' war es die klare Vorstellung eines Augapfels, der von Schlangenhaut überzogen ist. Diese Skulptur ist ein Fragment, klein, handgroß, fast wie ein archäologisches Fundstück, das gerade erst aus dem Sand geborgen wurde.

Authentizität in jedem Detail
Für dieses Werk habe ich eine Basis aus Gießmasse geschaffen und sie unkontrolliert brechen lassen, um eine natürliche, raue Kante zu erhalten. Das Herzstück ist jedoch die Schlangenhaut: Es ist die gehäutete Haut meiner eigenen Tiere.
Unter dieser hauchdünnen, organischen Schicht verbirgt sich eine hellblaue Iris.
Ich habe sie bewusst so gemalt, dass das Auge blind wirkt.
Es ist der Zustand der Trübung, den Schlangen kurz vor ihrer Häutung erleben, eine Phase der Introvertiertheit und Vorbereitung.
Ich habe sie bewusst so gemalt, dass das Auge blind wirkt.
Es ist der Zustand der Trübung, den Schlangen kurz vor ihrer Häutung erleben, eine Phase der Introvertiertheit und Vorbereitung.
Die Symbolik des Übergangs
Der Titel 'Wandel' ist entstanden, weil Schlangenhaut seit jeher für Erneuerung und den Neuanfang steht. Diese Skulptur hält genau den Bruchteil einer Sekunde fest, bevor die alte Haut abfällt. Es ist der Moment, in dem das Leben noch im Verborgenen liegt, kurz bevor das Auge wieder klar sehen kann und eine neue Phase beginnt.
'Wandel' erinnert mich daran, dass Blindheit oder Stillstand oft nur der Vorbote für eine tiefgreifende Veränderung sind. Ein Fragment aus der alten Zeit, das bereit ist für das Neue.