Ungesehen: Der Schmerz hinter der kalten Maske

Ungesehen: Der Schmerz hinter der kalten Maske

Manche Kunstwerke sind nicht nur Objekte, sondern tief sitzende Emotionen, die eine physische Form annehmen.
'Ungesehen' ist mein persönlichstes Werk zu einem Thema, das viele Menschen tief in sich tragen: die Abwesenheit des Vaters und das Gefühl, in seiner Herkunft nicht wahrgenommen zu werden.
                         
Symbolik der Kälte und Herkunft
Die Basis bildet ein Stück massives Holz. Für mich symbolisiert es die Wurzeln und die Herkunft, die uns prägen, egal wie wir uns entwickeln.
Darauf ruht ein silbernes Gesicht. Ich habe Silber gewählt, weil es für mich eine tiefe Kälte und emotionale Abwesenheit ausstrahlt.
Die Risse, die sich durch die Maske ziehen, sind kein Zufall, sie stehen für das gebrochene Herz und die Wunden, die das "Nicht gesehen werden" hinterlässt.
Tränen, die niemals fallen
Ein zentrales Element ist die Kette, an der gläserne Tränen aus Epoxidharz hängen. Sie symbolisieren, dass der Schmerz des Alleingelassenseins bleibt.
Man kann ihn verarbeiten, man kann ihn weglächeln, aber er verschwindet nie ganz.
Das Auge blickt den Betrachter traurig an, gefangen in diesem Moment des Stillstands, in dem die Tränen zwar da sind, aber nicht abfließen können.
'Ungesehen' ist eine Auseinandersetzung mit dem Vaterkomplex und der Erkenntnis, dass manche Narben Teil unserer Identität werden, ungesehen von der Welt, aber tief verwurzelt in uns selbst.
                
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